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Geschichten aus dem Leben


Don McQuinn

"Ohne dieses Gerät wäre ich heute nicht mehr am Leben."

Don McQuinn spielte Wasservolleyball, als er plötzlich umkippte und mit dem Gesicht nach unten auf dem Wasser trieb– Herzstillstand. Geistesgegenwärtig begannen seine Freunde mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, die aber erfolglos blieb. Don McQuinns ärzte stuften den Vorfall später als ventrikuläre Tachykardie ein. Für Don McQuinn sah es sehr schlecht aus. Mehr

Mary Dunne

Mary Dunne stellt sich ihren Mann gern in seiner Rolle als Großvater vor. Daran hätten er und seine Enkel sicher viel Spaß gehabt, denn er war sehr abenteuerlustig und konnte stets eine lustige Geschichte erzählen oder ein schönes Lied vorsingen. Mehr

"Ohne dieses Gerät wäre ich heute nicht mehr am Leben."

Don McQuinn spielte Wasservolleyball, als er plötzlich umkippte und mit dem Gesicht nach unten auf dem Wasser trieb– Herzstillstand. Geistesgegenwärtig begannen seine Freunde mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, die aber erfolglos blieb. Don McQuinns ärzte stuften den Vorfall später als ventrikuläre Tachykardie ein. Für Don McQuinn sah es sehr schlecht aus.

"Meine Freunde scherzten noch, dass die jungen Männer neben mir alt aussehen würden", erinnert sich Don McQuinn. "Und ich sagte‚ Wisst ihr, ich bin nicht mehr taufrisch, aber längst nicht tot. Und dann - innerhalb von 10 Sekunden - war ich es. Ich bin hochgesprungen, um einen Ball zu schmettern und landete mit dem Gesicht auf dem Wasser, wie mir später erzählt wurde."

Die wenigsten hätten erwartet, dass Don McQuinn so etwas passieren könnte, einem "nicht kleinzukriegenden Opa", wie er sich selbst beschreibt, einem Ex-Marine, hart im Nehmen, der bei jedem Belastungstest bestens abschnitt. Mit 68 war Don McQuinn stark und aktiv wie seit jeher. Er feierte Erfolge als Schriftsteller, ging fast jeden Tag fünf Kilometer spazieren und war häufig schwimmen.

"Bei Don McQuinn waren nie irgendwelche Symptome aufgetreten."

Darüber hinaus machte er Krafttraining und ging regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen, bei denen ihm immer ein ausgezeichneter Gesundheitszustand bescheinigt wurde. Seine Cholesterinwerte waren niedrig. In seiner Familie gab es einige Fälle von Herzerkrankungen, aber bei Don McQuinn waren nie irgendwelche Symptome aufgetreten.

Dann kam das Wasservolleyball-Spiel, das er nie mehr vergessen wird. Nach 15 Minuten Herz-Lungen-Wiederbelebung kam ein Polizist mit einem automatisierten externen Defibrillator. Der Polizist war gerade erst im Gebrauch von Defibrillatoren unterwiesen worden und hatte nie zuvor ein solches Gerät bei einem Notfall eingesetzt.

Er platzierte die Elektroden auf dem Brustkorb von Don McQuinn. Der Defibrillator analysierte daraufhin automatisch den Herzrhythmus und gab die Anweisung zur Abgabe eines Defibrillationsschocks, der Don McQuinn ins Leben zurückholte. Dafür genügte ein einziger Schock .

"Der Polizist verwendete zum ersten Mal einen Defibrillator."

"Ohne diesen Apparat wäre ich gestorben", erzählt Don McQuinn. "Der Polizist verwendete zum ersten Mal einen Defibrillator. Das Gerät lässt sich also auch von ungeübten Anwendern sicher bedienen. Es erkennt, was sich beim Patienten abspielt, und sagt dann genau, was zu tun ist."

"Das ist das Wunderbare,", bestätigt Dons Frau Carol, "denn das Gerät entscheidet anhand des Herzrythmus', ob ein Schock notwendig ist. Wenn das nicht der Fall ist, kann kein Schock ausgelöst werden."

Nach einer kurzen Erholungszeit und viel Aufmunterung durch seine Freunde kehrte Don McQuinn in den Alltag zurück. Einige Gewohnheiten haben sich jedoch geändert: Don McQuinn verzichtet weitestgehend auf Alkohol, obwohl er sich immer noch gern mit seinen Freunden zu Gesprächen in der Kneipe trifft. Er arbeitet jetzt an seinem zehnten Roman und nimmt weiterhin an Autorenkonferenzen teil. Er ist dankbar dafür, dass er noch am Leben ist.

"Ich glaube, ich bin ein wenig besonnener und sensibler geworden. Ich achte inzwischen mehr auf mich", berichtet Don McQuinn. "Seit diesem Vorfall hat sich meine Lebenseinstellung geändert, und ich gehe inzwischen viel einfühlsamer und verständnisvoller mit meiner Umwelt um."

"Vor allem möchte ich ein selbstverantwortliches Leben führen. Letztendlich geht es nur darum. Ich möchte jeden Augenblick meines Lebens voll und ganz genießen."


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Mary Dunnes Aufklärungskampagne soll anderen Menschen das Schicksal ihrer Familie ersparen.

Mary Dunne stellt sich ihren Mann gern in seiner Rolle als Großvater vor. Daran hätten er und seine Enkel sicher viel Spaß gehabt, denn er war sehr abenteuerlustig und konnte stets eine lustige Geschichte erzählen oder ein schönes Lied vorsingen.

Am 7. Juni 1996 starb Cyril Dunne in seinem Haus in Chicago an einem plötzlichen Herzstillstand. Er war schlank, fit und gesund, und es gab keine offensichtlichen Risikofaktoren für Herzerkrankungen oder verstopfte Herzkranzgefäße. Cyril Dunne hinterließ seine Frau Mary und vier Kinder. Er wurde nur 52 Jahre alt.

"Dieser Tag hat unser Leben für immer verändert."
"Wir haben unseren Vater, Ehemann, Freund, Trainer und Mentor verloren. Aus der Familie Dunne wurde eine alleinerziehende Mutter mit vier Kindern."

"Nach einem solchen Erlebnis fühlt man sich niedergeschlagen und mutlos. Es fällt einem sogar schwer, an vertraute Orte zu gehen. Wenn man im Supermarkt Bekannte trifft, gehen sie einem aus dem Weg, weil sie nicht wissen, was sie sagen sollen. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich es sein würde, die meine Tochter bei ihrer Hochzeit zum Altar führt. Ich müsste doch eigentlich in der ersten Reihe sitzen und zusehen, wie meine Tochter mit ihrem Vater als Brautführer durch die Kirche schreitet ."

"Mit einem Defibrillator wäre wahrscheinlich alles anders gekommen."

Das erste Notfallteam, das nach dem verzweifelten Anruf der Familie das Haus erreichte, kam von der Feuerwehr. Die Feuerwehrmänner brachten eine Sauerstoffflasche mit. Sie trafen knapp neun Minuten nach dem Notruf ein, und diese Minuten waren für Cyril Dunne entscheidend.

"Ich habe mit unserem Hausarzt über den Befund meines Mannes gesprochen und dabei erfahren, dass es wohl in der Tat einen großen Unterschied gemacht hätte, wenn Cyril rechtzeitig die richtige medizinische Behandlung [Defibrillation] erhalten hätte. Ich denke, dass mit einem Defibrillator wahrscheinlich alles anders gekommen wäre. Wir würden jetzt ein ganz anderes Leben führen."

Mary Dunne wurde von den Geschehnissen so sehr berührt, dass sie eine Aufklärungskampagne gestartet hat, damit sich das, was ihrer Familie zugestoßen ist, nicht noch einmal ereignet. Dank ihres Engagements müssen nun alle Feuerwehrfahrzeuge und Rettungswagen in Chicago per Verordnung der Stadt mit Defibrillatoren ausgestattet sein.

"Ich denke, dass das Leben für jeden Einwohner und Besucher von Chicago durch meine Bemühungen ein bisschen sicherer geworden ist", erklärt Mary Dunne. "Wenn jemand den Notarzt ruft und zufällig zuerst ein Feuerwehrwagen eintrifft, weil kein Rettungswagen verfügbar ist, kann er ziemlich sicher sein, dass ein Defibrillator vorhanden ist und dass die Feuerwehrleute wissen, wie man ihn einsetzt."

Defibrillatoren gehören mittlerweile an immer mehr öffentlichen Orten zur Standardausstattung, so zum Beispiel in Flughäfen und Flugzeugen und in vielen Unternehmen. Mary Dunne ist davon überzeugt, dass automatisierte externe Defibrillatoren auch in vielen Privatwohnungen von großem Vorteil wären.

"Ich hoffe, dass die Entwicklung weitergeht und noch mehr Menschen verstehen werden, wie einfach automatisierte externe Defibrillatoren zu bedienen sind und wie notwendig es ist, alle Gebäude, auch private Wohnhäuser, mit diesen Geräten auszustatten. Die Erkenntnis sollte sich in der breiten Öffentlichkeit durchsetzen."

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